Ehrenbürger

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste von einer Gemeinde vergebene Auszeichnung. 
Nach § 22 Gemeindeordnung Baden-Württemberg kann Personen, die sich besonders verdient gemacht haben, auf Beschluss des Gemeinderates das Ehrenbürgerrecht verliehen werden.

Auf Beschluss des Gemeinderates hat die Gemeinde St. Leon-Rot folgende Persönlichkeiten mit dem Ehrenbürgerrecht ausgezeichnet:

Helmut Martin

Von 1968 bis 1974 war Helmut Martin Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinde Rot. 1974 wählten ihn die Bürger der fusionierten Gemeinden Rot und St. Leon zum Bürgermeister der Gemeinde St. Leon-Rot, der er bis 1998 vorstand. In seiner Amtszeit entwickelte er die neue Gemeinde behutsam und zielorientiert. Er erschloss neue Baugebiete, schuf die entsprechende Infrastruktur und sorgte durch die Ansiedlung umweltgerechter Betriebe für Arbeitsplätze im Ort.

Anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand beschloss der Gemeinderat einstimmig, Helmut Martin als Anerkennung für seine Verdienste um die Gemeinde St. Leon-Rot die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.


Anton Kremer

Anton Kremer war seit 1972 für die Gemeinde Rot, ab 1974 für St. Leon-Rot tätig. 1991 wählte ihn der Gemeinderat zum Beigeordneten der Gemeinde, ein Amt das er bis 2007 engagiert ausfüllte. Aufgrund seines Engagements nicht nur für die Gemeinde und als Kreisrat, sondern auch für die Einrichtung der Erholungsanlage "St. Leoner See" und den Bau und Betrieb des Veranstaltungszentrums "Harres" sowie für das Rote Kreuz und die Russlandhilfe verlieh ihm der Gemeinderat 2007 die Ehrenbürgerwürde.


Dietmar Hopp

Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde St. Leon-Rot leistete und leistet auch Dietmar Hopp, einer der Gründer der SAP Walldorf. Er realisierte eine Golfanlage auf St. Leon-Roter Gemarkung, die heute zwei 18 Löcher-Plätze, einen 9 Löcher-Platz, einen Kurzplatz und einen Bambini-Platz sowie die dazu gehörende exzellente Infrastruktur umfasst. Die Anlage wird regelmäßig als schönster Golfplatz Deutschlands ausgezeichnet.

Beim Bau der Anlage wurde Wert gelegt auf eine harmonische, sich in die Landschaft einfügende Sportstätte, bei der auch das ökologische Moment beachtet ist.

Dietmar Hopp ist es zu verdanken, dass sich die SAP im Gewerbepark ansiedelte und dort mehr als 4.000 Arbeitsplätze schuf.

Mit einer Stiftung zu Gunsten der örtlichen Vereine trägt Dietmar Hopp dazu bei, dass die Vereine ihre Vorhaben umsetzen können.

Anneli und Dietmar Hopp sorgten durch eine Spende von 4 Mio. Euro für den Anschub, die Seniorenanlage St. Leon-Rot zu erstellen. Der Caritas-Verband des Rhein-Neckar-Kreises nahm sich mit weiterer Unterstützung der Gemeinde dieser Aufgabe an, baute und betreibt ein Seniorenheim mit 60 Pflegeplätzen sowie 20 betreuten Wohnungen in der Ortsmitte von St. Leon-Rot.

Dietmar Hopp ist dem Fußballsport und vor allem der Jugendförderung eng verbunden. Dies führte dazu, dass in St. Leon-Rot ein Förderzentrum für den Mädchenfußball entstand. Neben der sportlichen Leistung wird hier auch das schulische und berufliche Weiterkommen gefördert.

Diese nicht vollzählig aufgeführten Leistungen veranlassten den Gemeinderat, Herrn Hopp 2007 die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.